Ute Langanky

« Topologie einer Utopie »


Die Galerie 21 zeigte in ihrer Ausstellung vom 23.10. bis zum 3.12.2010 Arbeiten der Künstlerin Ute Langanky.

Topologie einer Utopie, so der signifikante Titel einer Ausstellung in der Galerie 21 mit Arbeiten von Ute Langanky. Nach fünfjähriger Pause sind ihre Bildwelten nun auch wieder im Kölner Kontext zu sehen. Fotografie und Malerei bilden innerhalb von Langankys Arbeit ein altes Geschwisterpaar. Sie stehen im Dialog, wobei die Charakteristika des jeweiligen Sujets zur Reflexion kommen.

Reflektiert wird in ihrer Malerei das Licht, welches jede Bildwirklichkeit erst zur Erscheinung bringt. Ein vorüberziehender Moment draußen, der angehalten und in die Zeitdehnung eines gemalten Leinwandbildes gestellt wird. Langanky ist eine Künstlerin, die an Zeitspeichern arbeitet.

Eine Besonderheit bildet dabei der Ort, an dem sie nach ihren Kölner Jahren (1984 –1995) lebt und tätig ist. Es ist eine zur Stiftung Insel Hombroich gehörige ehemalige Raketenstation. Topologie einer Utopie - das ist programmatisch in zweifacher Hinsicht. Damit ist einerseits eine besondere Charakteristik dieses real existierenden, sehr speziellen, utopisch anmutenden Ortes beschrieben. Andererseits umfasst der Titel Langankys künstlerisches Vorgehen, die Art und Weise wie sie auch mit ihren Digigrafien Räume und Realitäten auslotet. Bildwirklichkeiten, die uns bei aller geometrischen Strenge irritierende Aggregatzustände vor Augen führen. Sichtbarkeit und Entmaterialisierung werden in dieser Ausstellung als Malerei ebenso wie als Digigrafie in ein prekäres, spannungsreiches Gleichgewicht gebracht.