Andreas Szoeke

« pathologie »

Die Galerie 21 zeigte in ihrer Ausstellung vom 5.12.2009 bis zum 24.1.2010 Arbeiten von Andreas Szöke.

Die Pathologie als medizinische Diagnostik beschäftigt sich hauptsächlich mit den krankhaften Veränderungen des Körpers.

Standen in der ersten Ausstellung 2008 für Andreas Szöke die Portraits im Zentrum seiner künstlerischen Arbeit, so richtet sich in den neuen Zeichnungen sein Interesse auf die Möglichkeiten, die sich aus den Vorgaben „pathologischer Anatomie“ ergeben können. Er experimentiert mit einzelnen Teilen - wie Kopfsektionen (Zerteilungen), Amputaten (Abtrennungen), Ektopien (Organverlagerungen), Kontorsionen (Verdrehungen); er collagiert, montiert und kombiniert.

In diesem Prozess entsteht vielfach Ungewohntes, das dem Körper Lebendiges zu entziehen scheint und gleichzeitig eine assoziative Sicht auf Lebendiges zulässt. Trotz der oft realitätsfernen, merkwürdig erscheinenden Motive und formalen Setzungen in der Fläche, geben sie dem Betrachter Raum für eine eigene Klärung des Gesehenen.

Dagmar Honke–Delphi