Ioan Iacob

« Malerei »

Die Galerie 21 zeigte in ihrer Ausstellung vom 27.2. bis zum 3.4.2009 Malereien und Aquarelle des Künstlers Ioan Iacob.

„Ich schmeiße meistens eine Farbsuppe auf meine Leinwand. Ich fange sehr oft mit Farbtönen an, die später gar nicht mehr da sind. Es kann durchaus sein, dass ich mit der Absicht anfange, ein schwarzes Bild zu malen, und dann wird es gelb. Oder es war strahlend blau und dann ist es schwarz geworden. Wenn ich eine bestimmte Vorstellung habe, setze ich eine Farbe und deute das Motiv an. Ich befinde mich vor einer Waage, ich muss das Bild ausbalancieren, damit es im Lot, im Gleichgewicht ist.“ (Ioan Iacob)

Leitmotiv in den Bildern Ioan Iacobs ist die Farbe in ihrem je eigenen grundgelegten Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten.

Die Farbe ist jedoch nicht in der dienenden Funktion, die Gegenstände auf der Leinwand naturgetreu abzubilden. Diese werden vielmehr Anlass, der Farbe den Raum zu geben sich zu entwickeln als autonomes Mittel, ohne jetzt direkt abstrakt zu sein.

Die Gegenstände sind Iacob sehr vertraut, dies macht in seinem Atelier der Blick in die Schublade mit den Zeichnungen, Radierungen und Aquarellen offensichtlich. Er kann also frei in der Vorstellung mit ihnen umgehen. In der Bildstruktur, der Komposition sind sie für „das Gleichgewicht“ notwendig. Mit der Andeutung des Motivs entwickelt sich die Farbe und sucht die Form.

Dagmar Honke-Delphi